
Eine Burgruine auf einem Hügel im Wald. Der Wald um die Feste ist komplett tot. Schimmel bedeckt die blattlosen Überreste der Bäume und zerbohrte Rindenstücke hängen wie zerfetzte Leichentücher herab. Die Ruine steht auf einem kleinen Hügel, umgeben von einem alten Wassergraben. Viel ist von den Gebäuden nicht mehr übrig. Nur ein paar eingestürzte Mauern und fauliges Gebälk sind zwischen abgestorbenem Gestrüpp noch zu sehen. Einzig der Bergfried ragt abgebrochen empor. Über alles sind dichte Spinnweben gespannt, aus denen es leise zirpt. Im Hof der Burg erhebt sich eine riesige schwarze Eiche, deren feuchtglänzende, rindenlose Äste sich knarzend und stöhnend bewegen. Ein hassverzerrtes Gesicht starrt aus dem Stamm hervor und stößt unheimliches Heulen aus. Der einst gepflasterte Innenhof wurde von den Wurzeln der Eiche förmlich aufgerissen. Im Nordteil spannen sich dichte Spinnweben, zwischen denen Kokons mit Eiern der Waldspinnen hängen. Vom Küchengebäude oben im Hof stehen fast nur noch die Außenmauern. In den Balken sind Spinnennetze gespannt. Unter dem Geröll ist eine Klappe halb verborgen, über die man in den Keller gelangt. Der Bergfried rechts oben vom Innenhof macht von außen einen recht gut erhaltenen Eindruck, im Inneren jedoch nicht mehr. Schon vor Jahren ist das Dach eingestürzt und hat alles mit in die Tiefe gerissen. Zwischen Spinnennetzen führt eine halb verschüttete Treppe in die Tiefe. Im verkohlten Schutt des Herrenhauses rechts unten vom Innenhof liegen die Knochenreste der letzten Burgbewohner. Die Eroberer erschlugen sie und zündeten das Gebäude an. Auch der hölzerne Südwestturm links unten des Innenhofes wurde zum Raub der Flammen. Nur das drei Meter hohe Fundament steht noch immer. Im Inneren ist ein Loch im Boden. Wer hier einen Weg in den Keller sucht, muss an etlichen eingesponnenen und stinkenden Tierkadavern vorbei. Die Ruine ist von einem ehemals zwei Schritt tiefen Wassergraben umgeben. Inzwischen sind Trümmer der Burg, Erde und Jahrzehnte an Laub hineingefallen und ein guter Teil des Wassers versickert. Übrig ist eine kaum halbschritt tiefe, übel stinkende Brühe, über die sich die Reste einer Brücke spannen. Der Graben ist dank der abgestürzten Steine an mehreren Stellen einfach zu überqueren. Der Brunnen im Hof ist weitgehend zertrümmert und von dickem Moos überwuchert. Nebelfetzen liegen in der Luft.
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