
Tief im Herzen der endlosen Taiga, weit abseits der Zivilisation, liegt ein kleiner, einsamer Hof. Er besteht nur aus einer Handvoll wettergegerbter Holzhütten, deren Blockbalken vom rauen Klima dunkel und moosgrün gefärbt sind. Ein Kräutergarten, ein kleiner Stall für vier Schafe, ein Holzschuppen und das kleine Haupthäuschen. Das wars. Ringsherum ragt die Wildnis wie eine unbezwingbare grüne Mauer auf – majestätische Fichten, Kiefern und Lärchen, die im Wind leise raunen. Ein einziger schmaler Trampelpfad führt hierhin. Kurvenreich windet er sich um teilweise dicht stehende Kiefern. Im Zentrum der Lichtung steht das Haupthaus. Besonders auffällig ist das flache, mit Moos bewachsene Schindeldach, das sanft ansteigt und direkt an den gemauerten Steinschornstein grenzt. Aus ihm steigt ein dünner Rauchfaden empor, der verrät, dass der Ofen im Inneren die einzige Wärmequelle weit und breit ist. Er riecht nach brennendem Birkenholz und verspricht gemütliche Wärme inmitten der rauen Natur. Nur wenige Schritte abseits ragt der einfache, leicht morsch wirkende Holzschuppen auf. Seine Tür hängt nur noch in einem einzigen Scharnier und steht einen Spaltbreit offen, sodass das dunkle Innere vollkommen im Verborgenen liegt. Rings um diese Gebäude zieht sich die Wildnis. Die äußersten Äste der mächtigen Lärchen und Kiefern hängen so tief herab, dass sie die Rückseiten der Hütten fast berühren und tiefe Schatten auf den Rand der Lichtung werfen.
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